Wohnfläche, Nutzfläche, Verkehrsfläche – Was ist was?

wohnfleche

Eine Wohnung hat im besten Fall vier Wände und ist ganzjährig bewohnbar – soweit ist wahrscheinlich alles klar. Gemäß Wohnungseigentumgesetz gilt: Die Nutzfläche einer Wohnung ist die gesamte Bodenfläche abzüglich der Wandstärken und der im Verlauf der Wände befindlichen Durchbrechungen.

Das heißt: Nutzflächen sind die tatsächlich nutzbaren Flächen, die für den Kaufpreis bzw. die Miete relevant sind. Zum Beispiel: Die Wohnzimmerfläche abzüglich der Dachschrägen ist die Nutzfläche.

Die Wohnfläche hingegen bezieht sich auf die Quadratmeterzahl laut Plan, also 20m2 inklusive der Dachschrägen.

Das ist so ähnlich wie Brutto (=Wohnfläche) und Netto (=Nutzfläche).

Übrigens: Vertrauen ist gut, Nachmessen ist besser – und eventuell sogar lukrativ. Falls die Differenz zwischen gemessener und im Kaufvertrag angegebener Wohnfläche mehr als 10% betragt, darf der Kaufpreis entsprechend verringert werden.

Begriff Beschreibung
Grundfläche Gesamte Fläche, auf der das Wohnhaus gebaut ist
(Haupt)Nutzfläche Fläche, die tatsächlich zum jeweiligen Zweck genutzt werden kann (zB: Küche oder Wohnzimmer)
Wohnfläche Gesamte Wohnungsfläche
Verkehrsfläche; auch: Zweckfläche Stiegenhaus, Aufzug, Gang, etc.
Funktionsfläche Heizungsräume, Maschinenräume, Waschküche, etc.
Nebennutzfläche Parkplatz, Müllraum, etc.

Sonderfälle:

Terrasse, Balkon 25% als Nutzfläche; in speziellen Fällen 50%
Wintergarten Unbeheizt: keine Nutzfläche; beheizt: 50% als Nutzfläche
Dachschrägen Raumhöhe unter einem Meter – keine Nutzfläche; ein bis zwei Metern – 50% als Nutzfläche, ab zwei Meter – 100% als Nutzfläche
Unter Treppen Raumhöhe unter einem Meter – keine Nutzfläche; ein bis zwei Metern – 50% als Nutzfläche

 

Zur Wohnflächenberechnung multipliziert man einfach die Raumlänge und –breite. Bei einer Länge von 5 Metern und einer Breite von 4 Metern ergibt das eine Wohnfläche von 20 Quadratmetern.