Kellernutzung: Unendliche Möglichkeiten für unten drunter

Das Potenzial des Kellers ausnutzen

Wer vor der Planung und dem Bau des eigenen Hauses steht, der hat meist viele Aufgaben und Ideen im Kopf. Zu wenig Aufmerksamkeit wird dabei oft der Planung der Kellernutzung gewidmet. Doch worauf ist zu achten, damit auch diese Räumlichkeiten später den eigenen Ansprüchen entsprechen und für gute Platzverhältnisse in den eigenen vier Wänden sorgen?

Bereits die Tatsache, dass sich Bauherren einige Gedanken zur Gestaltung des Kellers machen, ist ein klarer Vorzug. Nicht immer wird daran gedacht, auch diesen Teil des Hauses an den eigenen Ansprüchen auszurichten. Dennoch macht der Keller am Ende einen kaum zu vernachlässigenden Anteil an den Gesamtkosten für den Bau aus.

Einen ersten Ansatz für die ansprechende Gestaltung liefert deshalb der Blick auf die Nutzung. Der Keller ist nicht nur geeignet, in den künftigen Jahren und Jahrzehnten als Lagerraum zu dienen. Auch Wohnräume können im Keller untergebracht werden, um so die Wohnfläche des gesamten Hauses wirksam zu vergrößern.

Licht und Dämmung

Soll der Keller später bewohnt werden, so ist zunächst die richtige Versorgung mit Licht notwendig. Die Lichtschächte lassen sich mit der Hilfe feiner Abdeckungen darauf ausrichten, wie unter finecover.at beschrieben wird. Weiterhin ist an einem abfallenden Gelände möglich, normale Fenster an der vom Hang abgewandten Seite des Hauses anzubringen.

So gelingt es, selbst im Keller ein wohnliches Ambiente zu schaffen. Die entsprechende Gestaltung trägt dazu bei, dass den späteren Bewohnern kaum mehr auffällt, dass sie sich im Keller des Hauses befinden.

Weiterhin spielt die Dämmung bei der Nutzung eine große Rolle. Häufig wird bei den Kellerräumen weniger Wert auf diesen Aspekt gelegt. Schließlich ist es bei einem klassischen Lagerraum gar nicht notwendig, eine besonders hohe Temperatur zu halten. Wird der Keller allerdings bewohnt, so entwickelt sich eine schlechte Dämmung schnell zu einer echten Kostenfrage. Eine Besichtigung durch einen Experten vor Ort hilft dabei, entsprechende Schwachstellen auf individueller Basis ausfindig zu machen. Eine Dämmung der Kellerdecke trägt derweil dazu bei, dass auch die oberen Wohnräume noch besser von der Kälte isoliert sind und die Heizkosten auf diesem Wege positiv beeinflusst werden.

Die Frage der Nutzung

Nachdem alle Voraussetzungen für einen wohnlichen Keller geschaffen wurden, stellt sich die Frage nach der späteren Nutzung. Einerseits bietet sich die Gelegenheit, den Keller als Erweiterungsoption offenzuhalten.

Fordern zum Beispiel die Kinder im Jugendalter mehr Platz für die persönliche Entfaltung, so stellt ein bewohnbarer Keller häufig eine attraktive Offerte da, um dieses Ziel zu erreichen. Ein gewisser Weitblick ist allerdings erforderlich, um das dafür vorhandene Potenzial schon Jahre im Voraus zu erkennen.

Weiterhin bietet sich gerade in Städten die Möglichkeit, eine Einliegerwohnung im Keller zu platzieren. Verfügt dieser über genügend Lichtquellen, eine gute Bausubstanz und eine gute Dämmung, ist dies für viele Menschen eine attraktive Bleibe. Für die Besitzer des Hauses verbirgt sich dahinter die Gelegenheit, Nebeneinkünfte in Höhe von mehreren hundert Euro pro Monat zu sichern. Diese können wiederum dazu verwendet werden, um die Raten der Kreditfinanzierung zu decken und damit die finanzielle Situation allgemein zu entlasten.

Ein großes Potenzial

Alles in allem bietet es sich an, dem Keller während der Bauphase des eigenen Hauses eine größere Bedeutung beizumessen. Nach wie vor sind einige Experten der Meinung, im Untergeschoss vieler Bauwerke ginge viel Potenzial verloren. In stark besiedelten Städten wurden bereits entsprechende Initiativen ins Leben gerufen, die für die Qualitäten des Kellers plädieren. Langfristig besteht darin die Möglichkeit, neue Wohnungen für die unteren Einkommensschichten und zum Beispiel für Studenten zu schaffen. In einer Stadt steht damit die Möglichkeit in Verbindung, die Lage allgemein zu entlasten und für ein Aufatmen auf Seiten der Bevölkerung zu sorgen.