Immobilienlexikon – die wichtigsten Begriffe der Immobiliensprache

Annuitätenkredit? Kataster? Unbedenklichkeitsbescheinigung?! Die Immobiliensprache ist mitunter eine ganz eigene (Fremd-)Sprache – anbei haben wir die wichtigsten Begriffe in unserem Immobilienlexikon zusammengefasst und erklärt!

Annuitätenkredit
bestimmte regelmäßige Jahreszahlungen (bei Tilgung einer Kapitalschuld), welche die Zinsen und Kapitalrückzahlungen umfassen = Zeitraumrate
Bauabnahme
Bei der Bauabnahme werden sämtliche Arbeiten der am Hausbau beteiligten Handwerker von Bauherrschaft und Bauleiter kontrolliert und „abgenommen“.
Courtage
Entgelt für An- und Verkauf Immobilien
Energieausweis / Energiekennzahl
Der Energieausweis ist ein Dokument, das ein Gebäude energetisch bewertet.
Ausstellung, Verwendung, Grundsätze und Grundlagen der Energieausweise werden in  Österreich durch die jeweiligen Landesgesetze und das Energieausweis-Vorlage-Gesetz (EAVG) geregelt.
Exposé
Kurzbeschreibung der Immobilie mit allen wesentlichen Informationen
Gemeinschaftliches Eigentum (ideelles Eigentum)
Dazu gehören beim Kauf einer Eigentumswohnung das Grundstück und alle relevanten Gebäudeteile, wie beispielsweise das Dach, Treppenhaus oder die Fassade. Alle Wohnungseigentümer sind für die Instandhaltung und Verwaltung des  Gemeinschaftseigentums verpflichtet – meistens übernimmt das die beauftragte Hausverwaltung.
Grundbuch
Das Grundbuch ist ein von den Bezirksgerichten geführtes öffentliches Register, in das Grundstücke und die an ihnen bestehenden dinglichen Rechte (Eigentum, Pfandrechte, Reallasten, …) eingetragen werden.
Grundbucheintragung
Grundsätzlich ist für jeden Rechtserwerb an einer Liegenschaft die Eintragung im Grundbuch erforderlich.
Grunderwerbssteuer
Die Grunderwerbsteuer besteuert Erwerbsvorgänge an inländischen Grundstücken und grundstücksgleichen Rechten (3,5%).
Grundfläche
Der Begriff Grundfläche bezeichnet eine bestimmte Begrenzungsfläche eines dreidimensionalen Körpers oder (meist beschränkten) Raumes. In zeichnerischen Darstellungen oder bei dreidimensionalen Modellen wird diese Fläche stets als „unten“ betrachtet, also als die Fläche, auf der der Körper „steht“.
Hausgeld
Als Hausgeld wird die Vorauszahlung bezeichnet, die der Wohnungseigentümer monatlich an den Hausverwalter der Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) zahlt und die am Jahresende abgerechnet wird. Das Hausgeld oder Wohngeld ist somit eine Art Nebenkostenabrechnung für den Eigentümer.
Hypothekendarlehen
Grundbücherlich durch eine Hypothek sichergestelltes, langfristiges Darlehen. Die Darlehenshöhe richtet sich nach dem Schätzwert des Objektes für den Fall der durch die Nichttilgung des Darlehens erforderlichen Zwangsveräußerung bzw. Zwangsversteigerung des Grundstückes.
Immobilienertragssteuer
Die Immobilienertragsteuer (ImmoESt) ist eine besondere Erhebungsform der Einkommensteuer in Österreich auf Gewinne von Immobilien- bzw. Grundstücksveräußerungen.
Kataster
Verzeichnis der Grundstücke eines Bezirkes mit Angabe über Lage, Größe und Eigentümer – bildet die Grundlage für das Grundbuch.
Kaution
Hinterlegte Geldsumme oder Garantie, die zur Sicherstellung eines bestimmten monetären Anspruches (z.B. Schadenersatz) oder einer vertraglich festgelegten Leistung durch den Kautionspflichtigen dient. Die Kaution kann je nach Vereinbarung vom Kautionspflichtigen selbst oder von einem Dritten erbracht werden.
Kredit, Darlehen
Ein Vertrag bei dem der Kredit-/Darlehensnehmer und der Kreditgeber eine bestimmte Laufzeit, Zinsen, etc. vereinbaren zur Nutzung der Immobilienfinanzierung
Provision
Bei der Vermittlung eines gültigen Immobilienverkaufs steht dem Makler eine Provision zu. Dabei darf der Makler dieses sowohl dem Käufer als auch dem Verkäufer verrechnen – allerdings ist dieses Entgelt verhandelbar. Die Höhe der Provision ist abhängig vom Verkaufswert der Immobilie und mit maximal 3,6 % (inkls. Mwst.) jeweils für Verkäufer und Käufer gesetzlich limitiert.
Mängelhaftung
Gewährleistung, auch Mängelhaftung oder Mängelbürgschaft bedeutet das Einstehenmüssen für eine mangelhafte Leistung, insbesondere die Haftung für Sach- und Rechtsmängel.
Notar
Der Notar ist eine Person, die Beglaubigungen und Beurkundungen von Rechtsgeschäften, Tatsachen, Beweisen und Unterschriften vornimmt. Ebenso ist der Notar für die Hinterlegung von Geld und Kostbarkeiten zuständig.
Nutzfläche
Die Nutzfläche ist der Teil, der zu einem bestimmten Zweck, z.B. zum Wohnen, verwendet wird. Zur Verkehrsfläche zählen Eingänge, Treppenhäuser, Gänge und Aufzüge. Als Funktionsfläche werden z.B. Heizungsräume bezeichnet. Bei der Berechnung der Miete geht es somit in erster Linie um den Wohnraum an sich.
Rendite
Ertrag einer Investition, ausgedrückt in % des angelegten Betrages.
Tilgungsdarlehen
Bei diesem „Ratenkredit“ wird eine monatliche Rate vereinbart, dadurch sinkt im Laufe der Darlehenszeit die monatliche Belastung und ermöglicht eine schnellere Restschuldverminderung.
Unbedenklichkeitsbescheinigung
Die Unbedenklichkeitsbescheinigung wird vom Finanzamt ausgestellt, wenn die Grunderwerbsteuer bezahlt wurde. Erst mit dieser Bescheinigung ist die Eintragung des neuen Grundstückseigentümers ins Grundbuch möglich.
Verkehrswert
Marktwert von Gütern, vor allem von Immobilien.
Wohnfläche
Die Wohnfläche bezeichnet die Summe der anrechenbaren Grundflächen der Räume, die ausschließlich zu einer Wohnung gehören.