Immobilienübertragung: Wissenswertes zur Grunderwerbssteuer

Die Grunderwerbsteuer wurde im Rahmen der Steuerreform 2015/2016 novelliert. Die wichtigsten Fakten über Steuersatz, Berechnungsformeln und den Hochrechnungsfaktor in den Wiener Bezirken und im Überblick.

Die Änderungen bei der Grunderwerbsteuer per 1. Jänner 2016 betrifft vor allem Familien, die Immobilien an ihre Verwandten übertragen wollen – sei es durch Schenkung oder durch Vererben. Während die Bemessungsgrundlage der Grunderwerbsteuer vor 2016 der dreifache Einheitswert (2% Steuer innerhalb der Familie) war, so wird bei der neuen Berechnung der Grundstückswert herangezogen.

Basierend auf dem Grundstückswert resultiert dann folgender Steuersatz für die Weitergabe einer Immobilie innerhalb der Familie. Wobei der Steuersatz stufenweise festgesetzt ist:

Grundstückswert in € Steuersatz
für die ersten 250.000 0,5 %
für die nächsten 150.000 2,0 %
darüber hinaus 3,5%

 

Die Grunderwerbsteuer 2016 – der Hochrechnungsfaktor

Hier findest du den Grunderwerbsteuer Vergleichsrechner der ÖRAK. Dieser hilft einen groben Überblick über die Kosten der Grunderwerbsteuer zu bekommen und hilft bei der Entscheidung, ob eine Übertragung der Immobilie innerhalb der Familie sinnvoll ist. Den Grundstückswert kann man nun mit 3 unterschiedlichen Methoden berechnen:

  1. Immobilienpreisspiegel
  2. Ein Schätzgutachten
  3. Formel für die Berechnung des Grundstückwertes inkl. dem Hochrechnungsfaktor

    [(anteilige) Grundfläche x 3-fachem Bodenwert pro m² x Hochrechnungsfaktor] + [Nutzfläche bzw. (anteilige) gekürzte Bruttogrundfläche x Baukostenfaktor x Bauweise-/Nutzungsminderung x Altersminderung]

     

Hochrechnungsfaktor für Wiener Bezirke

Interessant ist dabei auf den ersten Blick, dass der Hochrechnungsfaktor für Floridsdorf  (x7) und Donaustadt (x6,5) nahezu auf dem selben Niveau liegen wie in Döbling (x7). Der Bezirk mit dem geringsten Hochrechnungsfaktor (x1,5) ist Rudolfsheim-Fünfhaus. Hier ist die Übertragung von Immobilien ca. gleich teuer wie mit der alten Berechnung.

 

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Foto: Volkan Olmez