Wie viel Eigenkapital benötige ich zur Immobilienfinanzierung?

eigentumswohnung

Mehr ist mehr gilt es beim Thema Eigenkapital. Beim Eigenkapital handelt es sich um jenen Betrag, der vom Kreditsteller selbst kommt und nicht von der Bank. Je höher dieser Anteil und je besser die Bonität ist, desto größer, toller, teurer kann das Eigenheim werden.

Der Eigenkapitalanteil sollte 20-30 Prozent des Kaufpreises betragen.

Waren es anno dazumal um die 60% Eigenkapital, die die Bank verlangt hat, sind es heute „nur noch“ 20-30%. Sprich, wer eine Wohnung um 200.000 Euro sein Eigen nennen möchte, sollte mindestens 40.000 Euro im Sparstrumpf haben. Dabei muss es sich nicht ausschließlich um Barvermögen handeln, sondern auch Aktiendepots, Bausparverträge, Familiendarlehen, Münzen oder Antiquitäten fallen darunter.

Beispiele Eigenkapitalmöglichkeiten:

Sparkonto 12.000 €
Girokonto 8.000 €
Festgeld 2.000 €
Familiendarlehen 6.000 €
Aktien 10.000 €
Generiertes Eigenkapital gesamt 38.000 €

Allerdings bieten Banken aber auch vermehrt eine Vollfinanzierung an – eine Immobilienfinanzierung ohne Eigenkapital. Klingt gut – dafür zahlt aber der künftige Eigenheimbesitzer auf Grund des höheren Risikos für die Bank auch ein Vielfaches der tatsächlichen Immobilienkosten.

Eine Vollfinanzierung wird meist nur an junge, sehr solvente Kunden mit sehr, sehr, seeeehr sicherem, hohen und fest kalkulierbaren Einkommen gewährt. Zusätzlich verlangt die Bank verlangt Sicherheiten, um eine Vollfinanzierung zu genehmigen.

Die monatliche Rate sollte nie mehr als 30 bis 40 Prozent des Nettoeinkommens ausmachen.

Wer auf eine Vollfinanzierung setzt, muss mit langen Kreditlaufzeiten rechnen. Deshalb sollten im Vorfeld Sondertilgungen vereinbart werden, so kann die Zinslast verringert werden. Die Vertragslaufzeit sollte mindestens 15 bis 20 Jahre betragen – und das vorzugsweise bei fixem Zinssatz.

 

Foto: nathan-fertig